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3000 Jahre Aramäisch - Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Der langersehnte Tag war am 22.Oktober 2016 nun endlich gekommen. Nachdem sich der KrAS in Kooperation mit Erzdiözese der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland und mit dem Institut der Semitistik der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg bereits viele Monate zuvor mit den Vorbereitungen beschäftigt hatte, lässt sich nun nach diesem Wochenende sagen: Das Symposium zur Aramäischen Sprache unter dem Titel: "3000 Jahre Aramäisch - Von den Anfängen bis zur Gegenwart" war ein voller Erfolg! Es waren über 700 Gäste anwesend, 8 Stunden lang wurde 3000 Jahre Aramäisch Revue passiert.

Doch wie genau lief dieses einmalige Erlebnis ab?

Das Symposium begann um 10 Uhr morgens in der Neuen Aula der neuen Universität HD. Eine elegant designte Aula, die viele Sitzmöglichkeiten bot und sich immer mehr füllte, war bereits zu Beginn gut besetzt.

Nach den Begrüßungen seitens des Dekans der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Gerrit Kloss, des Vorsitzenden der Erzdiözese, Davut Aslan, und des Vorsitzenden des KrAS, Marius Tabar, begannen auch schon die ersten Vorträge zum Thema 'Altaramäisch'. Nach einer kleinen Kaffeepause setzten die Referenten die Vortragsrunde fort und berichteten über das Mittelaramäische. So berichteten vergangenes Wochenende viele berühmte Sprachwissenschaftler über die Aramäische Sprache, dabei handelte es sich stets um renommierte Professoren und Doktoren aus vielen verschiedenen Ländern.
Fleißig angeregt hatten die Gäste die Möglichkeit, ihre während der Vorträge gesammelten Fragen an die jeweiligen Referenten zu richten.

Nach der Sektion 'Mittelaramäisch' folgten alle Gäste dem KrAS durch die Innenstadt Heidelbergs in Richtung Marstallmensa der Universität Heidelberg. Wohlwissend über ihren außerordentlich guten Ruf, wollte man sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen und speiste gemeinsam während der Mittagspause dort.

Wieder zu neuen Kräften gefunden und in voller Neugier über die Referenten der Sektion 'Altsyrisch', begaben sich alle Gäste wieder in die Neue Aula. Mit sehr großer Freude haben wir feststellen dürfen, dass sich unter den Gästen nicht nur aramäische sondern auch eine erstaunliche Zahl an deutschen Gästen befand.

Um Verständnisschwierigkeiten vorzubeugen, wurden ebenso für Simultanübersetzer gesorgt, welche vom Aramäischen ins Deutsche sowie andersherum, als auch vom Englischen ins Deutsche übersetzten.

Es begann schließlich die Sektion 'Altsyrisch' und kein geringerer als Prof. Dr. Sebastian Brock, aus Oxford angereist, eröffnete diese. Der Malfono da Malfone, welcher für seinen unermüdlichen Einsatz und Beitrag zur syrisch-aramäischen Sprache und Literatur mit der „Edward Ullendorff" Medaille ausgezeichnet wurde, referierte über das Syrisch-Aramäische über die Jahrhunderte. Nun folgte auch die langersehnte und warme Rede S.E. Mor Philoxenus Mattias Nayis, der darauf hinwies, wie wichtig es sei, ein Bewusstsein für die Bedeutung der aramäische Sprache zu schaffen, um diese am Leben erhalten zu können.

Auch S.E. Mor Julius Hanna Aydin hielt einen Vortrag über die aramäische Wissenschaft und Literatur. Mönchspriester Raban Dayroyo Yuhanon Habil referierte ebenfalls und hielt einen mit starken Beifall bejubelten Vortrag über die Bedeutung der Klöster und des Mönchstums für die Pflege des Altsyrischen.

Auch in der letzten Sektion 'Neuaramäisch' durften die Gäste begeistert die Rede S.E. Mor Philoxenus Saliba Özmen aus Mardin hören, bevor Prof. Dr. Werner Arnold, Lehrstuhlinhaber der Semitistik an der Universität Heidelberg und Mitorganisator des Symposiums, den letzten Vortrag des Samstagnachmittags über das Neuwestaramäische von Ma'loula hielt.