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01.06.2017  12:22
Kategorie: Aktuelles

Politische Gespräche mit Cem Özdemir


Am Freitag, den 05. Mai 2017 war es soweit: Nachdem bereits in der Vergangenheit, insbesondere nach der Völkermord-Debatte im Bundestag, reges Interesse von Seiten unseres Vereins bestand, uns mit Cem Özdemir, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN politisch auszutauschen, ergab sich vergangenes Wochenende nun endlich diese einzigartige Möglichkeit. Von Seiten des Spitzenpolitikers wurde uns die tolle Möglichkeit geboten, nach einer Wahlkampfveranstaltung in Heidelberg, uns in einer geschlossenen Runde mit Cem Özdemir auszutauschen.

So trafen wir uns nach der offiziellen Veranstaltung mit Cem Özdemir und konnten uns so in entspannter Atmosphäre mit ihm austauschen. Denn auch wir hatten uns auf dieses Treffen vorbereitet und bereits im Vorhinein einige Punkte ausgearbeitet, welche wir Cem Özdemir ans Herz legen wollten. Begonnen hatte der Austausch mit einer kurzen Vereinsvorstellung des Kreis Aramäischer Studierender Heidelberg, indem wir dem Politiker den Stellenwert eines solchen aramäischen Studenten- und Akademikervereins für uns als Diasporagemeinschaft hier in Deutschland näher gebracht haben. Im Anschluss kamen wir auf den Völkermord zu sprechen und bedankten uns auch hier nochmals für den außerordentlichen Einsatz Cem Özdemirs, der sehr viel Kraft und Elan hineingesteckt hatte, damit der Völkermord von 1915 an den Armeniern, Aramäern und anderen christlichen Minderheiten im Osmanischen Reich im Bundestag anerkannt wurde. Ebenso kamen wir auch auf die aktuelle Lage der Christen in der Türkei, insbesondere nach der Verfassungsänderung, aber auch auf die Situation der Aramäer in Syrien und im Irak zu sprechen und baten den Politiker darum, sich weiterhin für die Minderheitenrechte in diesen Ländern einzusetzen. Zu guter Letzt hatten wir noch einen dringlichen Appell an den Spitzenpolitiker, nämlich dass er sich um den Fall der Entführung des syrisch-orthodoxen Erzbischofs Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und seines griechisch-orthodoxen Amtsbruders Paul Yazigi stärker einsetzt und zu einer Aufklärung beiträgt.

Die angesprochenen Aspekte wurden schriftlich festhalten und an Cem Özdemir übergeben. Er versprach uns, sich den von uns genannten Bitten in naher Zukunft noch stärker zu widmen.

Auch wir bedankten uns vielmals für dieses überaus nette Gespräch und gaben ihm als kleines Präsent ein Exemplar des Buches „Mein Vater war ein heimatloser Aramäer“ unseres Mitglieds Michael Rabo.